Kurkuma Wurzel – eine Wunderknolle der Natur

Aufgeschnittene Kurkuma Wurzeln Nahaufnahme

iStock.com/ollo

Seit tausenden von Jahren nutzen Menschen im traditionellen Ayurveda und weltweit die leuchtende Gelbwurz, um unterschiedlichste Beschwerden zu lindern oder wertvolle Inhaltsstoffe aufzunehmen. Denn eines lässt sich gewiss sagen – bei Kurkuma handelt es sich um eine wahre Nährstoffbombe. Erfahren Sie, welche Inhaltsstoffe die Kurkuma Wurzel so wertvoll machen und mehr zu Pflanze, Gewürz & Nebenwirkungen!

Diese Inhaltsstoffe machen die Kurkuma Wurzel so wertvoll

Wurzeln dienen Pflanzen als Nährstoffspeicher. So verwundert es nicht, dass die Kurkumaknolle besonders reichhaltig an wertvollen Inhaltsstoffen ist. Hier finden Sie ätherisches Öl, Stärke, Kaffeesäure, unterschiedliche Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiss: Zum Beispiel Vitamin C, Vitamin B1, Vitamin B2, Eisen, Kalium, Calcium, Zink und Magnesium. Experten haben mittlerweile 90 unterschiedliche Inhaltsstoffe in der Knolle gefunden. 

Immer wieder im Mittelpunkt steht – aus gutem Grund – Curcumin. Bei Curcumin handelt es sich einen sekundären Pflanzenstoff. Curcumin ist der Farbstoff, der der Kurkumawurzel den typischen leuchtenden Farbton verleiht. Darüber hinaus werden Curcumin unterschiedliche Eigenschaften zugesprochen. Die WHO bestätigt manche von ihnen.

  • Curcumin: Curcumin gilt als wichtigster Inhaltsstoff von Kurkuma, der sich mittlerweile in einer Reihe von Forschungen beweisen musste. Schon seit vielen Jahren wird er in der traditionellen chinesischen Heilkunde verwendet sowie in der ayurvedischen Ernährungslehre. Seit einigen Jahren entdeckt auch die Schulmedizin Curcumin für sich. 
  • Vitamine: Kurkuma ist eine wahre Wunderknolle. Die Wurzel enthält eine ganze Reihe an wertvollen Vitaminen mit den unterschiedlichsten Funktionen. Manche von ihnen tragen zu einem normalen Immunsystem und einer normalen Haut bei, andere wiederum beeinflussen den Energiestoffwechsel oder das Nervensystem. Indem Sie diese Vitamine aus einer rein natürlichen Quelle wie der Kurkumawurzel aufnehmen, profitieren Sie von einer besonderen Bioverfügbarkeit. 
  • Mineralstoffe: Neben einer Reihe wertvoller Vitamine versorgt Kurkuma Sie ebenfalls mit Mineralstoffen, die zum Beispiel zur kognitiven Funktion, zum Sauerstofftransport oder zur Muskelfunktion beitragen. Eine wahre Nährstoffbombe eben! 
  • Spurenelemente: In der Zauberknolle stecken darüber hinaus EisenZink, Kupfer und Mangan. Allesamt Spurenelemente, die zwar nur in geringsten Mengen in Ihrem Körper vorkommen – aber trotzdem sehr wichtige Aufgaben übernehmen. 
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Sekundäre Pflanzenstoffe dienen zunächst der Pflanze selbst – sie verteidigt sich mit diesen Substanzen zum Beispiel vor Fressfeinden. Obwohl sekundäre Pflanzenstoffe nicht essentiell sind, wirken sie sich auf unterschiedliche Stoffwechselprozesse aus. Insgesamt sagen Experten ihnen gesundheitsfördernde Effekte nach. Zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören rund 5000 bis 10.000 unterschiedliche Substanzen, die sich in zehn Gruppen einteilen lassen. Während sekundäre Pflanzenstoffe vor einigen Jahren als absolut unbedeutend galten, werden mittlerweile immer mehr Forschungen in Auftrag gegeben. 
  • Cineol: Bei Cineol handelt es sich um ein ätherisches Öl. 
  • Fettsäuren: Kurkuma ist reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Bei ungesättigten Fettsäuren handelt es sich um besonders wertvolle, essentielle Fettsäuren. 100 Gramm Kurkuma kommen auf ungefähr 450 mg Omega-3 und 1600 mg Omega-6. Omega-3 und Omega-6 sind essentiell: Ihr Körper benötigt die Fettsäuren für unterschiedliche Prozesse, kann sie aber nicht selber herstellen. 
  • Aminosäuren: Pro 100 Gramm Kurkuma finden Sie ungefähr 7500 mg Aminosäuren. Knapp die Hälfte davon entfällt auf essenzielle Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht eigenständig herstellt. Bei Aminosäuren handelt es sich um die Bausteine von körpereigenen Proteinen – zum Beispiel Enzymen, Hormonen, Strukturproteinen, Speicherproteinen oder Transportproteinen.

Kurkuma Pulver: Grosser Genuss & viele Nährstoffe

Kurkuma Pulver darf vor allem in der indischen Küche nicht fehlen. Seit einigen Jahren findet es auch immer öfter den Weg in europäische Gerichte. Je nach Grösse des Supermarkts gibt es sogar frische Kurkumawurzel zu kaufen, Kurkuma Pulver gehört mittlerweile fast zum Standard. Bereits in dem Pulver steckt das grosse Potential der Kurkuma Wurzel. 

  • Vielseitig: Kurkuma Pulver ist unglaublich vielfältig in der Anwendung. Es rundet die unterschiedlichsten Gerichte geschmacklich ab, schmeckt auch zu Süssspeisen und in Getränken. Ganz besonders beliebt: Goldene Milch – eine Mischung aus Kurkuma, etwas Öl und anderen Gewürzen, aufgegossen mit heissem Hafer- oder Mandeldrink. Wer keine Lust hat, goldene Milch selber zu machen – aber trotzdem in den Genuss kommen will – kann zu einer Fertigmischung greifen.
  • Kräftiges Aroma: Während manche Menschen den Geschmack von Kurkuma sehr gerne mögen, empfinden andere ihn als zu herb. Hier entscheiden letztendlich Ihre Vorlieben. Wer Kurkuma nicht mag, für den sind Kurkuma Präparate in Form von Kapseln wahrscheinlich die bessere Wahl.
  • Sehr rein: Kurkuma Pulver besteht aus nur einer Zutat – Kurkuma. Somit handelt es sich um ein besonders naturnahes Produkt. Setzen Sie zudem auf Kurkuma aus biologischem Anbau, bekommen Sie wirklich beste Qualität. Allerdings bietet der Markt auch Kurkuma Präparate, die ebenfalls ohne Konservierungsmittel, Farbstoffe oder andere unnötige Zusätze auskommen.
  • Geringere Bioverfügbarkeit: Wer lieber auf Kurkuma Pulver statt auf herkömmliche Kurkuma Präparate setzt, sollte die Bioverfügbarkeit des Gewürzes nicht aus den Augen verlieren. Verzehren Sie es stets mit etwas Öl und wenn möglich einer Prise schwarzem Pfeffer. 
Kurkumapulver
iStock.com/ollo

Zusammengefasst: Kurkuma Pulver sticht durch seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten – auch kulinarisch – hervor. Sie nehmen wertvolle Inhaltsstoffe auf, ohne eine Kapsel schlucken zu müssen. Nachteil: Der Curcumingehalt ist leider zu gering und nicht allen schmeckt das kräftige Aroma der Knolle.

Kurkuma: Eine besondere Pflanze

Kurkumapflanze
iStock.com/Prince Raj

Gelbwurz, gelber Ingwer oder Safranwurzel – Kurkuma hat viele Namen verliehen bekommen, die bereits einige seiner Eigenschaften andeuten. Zum einen gehört Kurkuma in die Familie der Ingwergewächse und zum anderen ist die Knolle unter anderem dank ihrer leuchtend gelben Farbe sehr bekannt. Sie ist es, die typischen Currygewürzen den kräftigen Farbton verleiht. Genau genommen handelt es sich bei Curry nicht um ein einzelnes Gewürz, sondern um eine Mischung mit ca. einem Drittel Kurkuma Anteil. Ursprünglich stammt die Knolle aus China und Indien. Hier wird sie seit mindestens 5000 Jahren angebaut und für verschiedene Zwecke genutzt: Allen voran als Nahrungs- und Naturheilmittel.

In ihren Heimatländern wächst Kurkuma in sumpfigen Gebieten unter kräftigem Sonnenschein heran. Nach aussen hin wirkt die Kurkumapflanze beinahe wie eine Zierpflanze. Ihre grünen Blätter können bis zu einem Meter in die Höhe wachsen und sie bilden zu manchen Jahreszeiten weiße bis rosa Blüten. Insgesamt existieren rund 80 unterschiedliche Kurkuma Arten, die sich vor allem in ihrem Blütenkelch unterscheiden. Als Nahrungs- und Heilmittel relevant ist ausschließlich die Wurzel der Pflanze. Hier sammeln sich zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, die der Knolle beliebte Eigenschaften verleihen.

Unser Tipp: Goldene Milch!

Wer die Kurkuma auf eine ganz neue Weise kennenlernen will, der sollte auf einen der grössten Food-Trends der letzten Jahre aufspringen – und eine Tasse Goldene Milch geniessen! Sie kennen Goldene Milch noch nicht? Dann wird es Zeit. Bei Goldener Milch handelt es sich nicht nur um ein modernes Trendgetränk – ihre Wurzeln reichen weit in die Anfänge des indischen Ayurveda zurück, wo das würzige Heissgetränk nicht nur aus kulinarischen Gründen eine Rolle spielte. Goldene Milch kann sowohl morgens als auch abends genossen werden, wobei sie vor allem abends sehr beliebt ist. Als Basis sollten Pflanzendrinks wie Hafermilch oder Mandelmilch verwendet werden, die dann erwärmt zusammen mit den ayurvedischen Gewürzen und Pflanzen die wunderbare Goldene Milch ergeben. Benötigt werden natürlich Kurkuma (entweder am Stück oder in Pulverform), etwas Ingwer (je nach Belieben bei der Schärfe des Heissgetränks), etwa einen halben Teelöffel Kokosöl, Zimt und frisch gemahlenen Pfeffer (schwarz). Zu guter Letzt empfehlen wir für eine natürliche Süsse ein paar Datteln. Für eine besonders schnelle Zubereitung geben Sie einfach alle Zutaten in einen Mixer und vermischen Sie sie gut durch, bis die Masse eine sehr feine Konsistenz aufweist. Jetzt die Goldene Milch in einen Topf geben und kurz aufkochen, bevor sie für 2 weitere Minuten auf kleiner Hitze weiter erwärmt wird. Fertig! Sie können praktischerweise auch auf bereits vorbereitete Fertigmischungen für Ihre Goldene Milch zurückgreifen. Die Ölmühle Solling beispielsweise hat einen Artikel im Angebot, der mit Kurkuma, Ingwer, Zimt, Muskat, schwarzem Pfeffer und Kardamom (alle aus kontrolliert biologischem Anbau) eine ideale, ayurvedische Fertigmischung darstellt. Viel Spass beim Ausprobieren!

Welche Nebenwirkungen hat Kurkuma? 

Insgesamt gelten Kurkuma und Präparate mit Kurkuma als gut verträglich. In einzelnen Fällen treten jedoch Nebenwirkungen auf. Bei Personen mit sensiblem Magen können unter Umständen Magen-Darm-Probleme wie Durchfall oder leichte Bauchkrämpfe auftreten. Wenden Sie Kurkuma weder als Gewürz noch als Kurkuma Präparat an, wenn Sie unter Lebererkrankungen leiden. Auch bei einer akuten Magenschleimhautentzündung empfiehlt sich besondere Vorsicht. Bei Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen, können durch die gleichzeitige Einnahme von Kurkuma Präparaten Wechselwirkungen auftreten. Fragen Sie in einem solchen Fall Ihren Arzt vor der erstmaligen Einnahme.

Häufige Fragen zur Kurkuma Wurzel

Wie verwendet man frische Kurkumawurzel?

Frische Kurkuma wird geschält und ist dann prinzipiell verzehrfertig. Die kleinen Stücke können gerieben, geschnitten oder gar als Saft gepresst verwendet werden. Frische Kurkumawurzel kann für Smoothies, Tee und zum Würzen von salzigen Gerichten verwendet werden. Ein Klassiker ist auch die goldenen Milch, die traditionell mit Kurkuma gemacht wird. In kleinen Mengen (damit der Geschmack nicht zu stark ist) eignet sich Kurkuma auch zum Färben von Speisen.

Kann man Kurkumawurzel roh essen?

Die frische Kurkumawurzel sieht ziemlich ähnlich aus wie Ingwer und lässt sich ebenso vielseitig verwenden. Kurkuma kann unbedenklich auch roh gegessen werden: Es empfiehlt sich, die kleinen Stücke zu schälen, damit die (bitteren) Stoffe aus der Schale nicht zu stark den Geschmack beeinflussen.

Wie gesund ist Kurkuma-Wurzel?

Kurkuma ist seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil der gesunden ayurvedischen Küche. Neben dem bekannten sekundären Pflanzenstoff Curcumin, der der Wurzel die leuchtendgelbe Farbe verleiht, enthält die Kurkuma-Wurzel über 90 verschiedene Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, andere sekundäre Pflanzenstoffe, Fett- und Aminosäuren und ätherisches Öl (Cineol). Die nährstoffreiche Wurzel kann die tägliche Ernährung nicht nur mit ihrem typischen Geschmack bereichern.

Wer sollte Kurkuma nicht einnehmen?

Kurkuma gilt allgemein als gut verträglich. Nebenwirkungen wie Magen-Darmprobleme treten nur in seltenen Fällen auf. Kurkuma sollte weder als Gewürz noch als Präparat eingenommen werden, wenn eine Lebererkrankung oder akute Magenschleimhautentzündung vorliegen. Bei der Einnahme von Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung empfiehlt sich Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

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Gabriela
Gabriela
Hat Kommunikationswissenschaften studiert und eine Ausbildung als Ernährungsberaterin. Sie isst und kocht leidenschaftlich vegan und liebt Miso.

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