Zink Überdosierung: Wann wird das Spurenelement schädlich?

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Haben wir unserem Körper zu viele Nährstoffe zugeführt, scheidet er sie meistens über den Urin aus. Es gibt jedoch Ausnahmen: Zink zum Beispiel. Zu hoch dosiert, kann sich das Spurenelement anreichern und Beschwerden hervorrufen. Hier erfahren Sie, wann das der Fall ist, wie Sie eine Zink Überdosierung verhindern und warum das wichtiger ist, als Sie denken – inklusive Erste-Hilfe-Anleitung, die bereits bestehende Symptome mildert.


Symptome: Wie Sie eine Überdosis erkennen

In der Regel kommt es nur dann zu einer Zink Überdosierung – erkennbar an den folgenden Symptomen – wenn Sie den Nährstoff über längere Zeit hinweg in grossen Mengen aufnehmen. Bei einmalig erhöhten Dosen ist nicht mit Beschwerden zu rechnen.  

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Appetitverlust
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Bauchkrämpfe

Manchmal ist sogar von einer „Zinkvergiftung“ die Rede. Auch „Zinkfieber“ genannt, tritt diese Erkrankung fast ausschliesslich bei Schweissarbeiten ohne Atemschutzmaske auf und äussert sich durch hohes Fieber, Unwohlsein und Schüttelfrost.


Ursachen: Warum Übelkeit & Co auftreten

Experten gehen davon aus, dass eine Überdosis an Zink allein durch Lebensmittel beinahe unmöglich ist – es sei denn, Sie verzehren grössere Mengen Austern, die bis zu 22 mg Zink pro 100 Gramm enthalten. Meistens stecken hochdosierte Zinkpräparate hinter den Beschwerden. Wer vor dem Kauf eines Nahrungsergänzungsmittels seinen Speiseplan und Bedarf genauer unter die Lupe nimmt, kann eine Überdosierung problemlos verhindern.

Einige Vorerkrankungen erhöhen Ihren Zinkbedarf oder können gar einen Zinkmangel verursachen. Ausserdem spielen die Lebensmittel auf Ihrem Speiseplan eine entscheidende Rolle. Prüfen Sie zum einen, wie gut diese Sie bereits mit dem Spurenelement versorgen – und zum anderen, ob sie phytathaltig sind.

Bei Phytinsäure handelt es sich um einen sogenannten „Antinährstoff“. Er hemmt die Aufnahme von anderen Substanzen wie Zink. Heisst: Landen wenige phytathaltige Mahlzeiten auf Ihrem Teller, sinkt Ihr Zinkbedarf und Sie geraten schneller in eine Überdosis.

Das heisst aber auch: Wenn Sie eine phytatreiche Ernährung bevorzugen, steigt Ihr Zinkbedarf – und Sie können ggf. zu einem etwas höher dosiertem Präparat greifen, ohne Beschwerden befürchten zu müssen. Besonders viel Phytinsäure finden Sie zum Beispiel in:

  • Reis
  • Hafer
  • Gerste
  • Roggen
  • Soja
  • weissen Bohnen
  • Mungobohnen
  • Erdnüssen
  • Pseudogetreide (zum Beispiel Buchweizen)
Verschiedene Getreidesorten auf Tisch
 

Ist eine Zinküberdosis gefährlich?

Eine Zink Überdosierung ist zunächst vor allem eines: Unangenehm. Sollten Sie die Symptome ignorieren und weiterhin mehr als 25 bis 50 mg Zink pro Tag aufnehmen, treten jedoch ggf. gesundheitliche Probleme auf.

Das Spurenelement hemmt die Aufnahme und Speicherung von Kupfer, Eisen, Calcium und Magnesium – die Gefahr entsprechender Nährstoffmängel steigt. Darüber hinaus können das gute HDL-Cholesterin sinken und Beeinträchtigungen von Immunsystem und Fettstoffwechsel auftreten.

Aber: Bevor drastische gesundheitliche Beschwerden entstehen, machen sich in der Regel Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen bemerkbar – Symptome, die sich zum einen kaum übersehen und zum anderen nur sehr schwer missachten lassen.


Wie Sie die Beschwerden vorbeugen – einfach & zuverlässig

Frau schreibt Speiseplan in Buch

Mit etwas Vorbereitung können Sie eine Zink Überdosis verhindern. Auch dann, wenn Sie Ihre Nährstoffaufnahme gerne durch Präparate abrunden.
Beachten Sie Ihren Bedarf, behalten Sie den Speiseplan im Blick (Zinkquellen + phytathaltige Nahrungsmittel) - ein Speiseplan kann hier hilfreich sein - und nehmen Sie ausschliesslich passend dosierte Zinkkapseln- bzw. Zinktabletten ein. Wenn Sie eine sehr zinkhaltige Mahlzeit verzehrt haben (z.B. Austern, Leber, Rindfleisch), verzichten Sie an diesem Tag auf Ihr Ergänzungsmittel. Wer sich an diese „Regeln“ hält, beugt eine Überdosierung zuverlässig vor – bedenken Sie, dass Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln, Nudeln, Hülsenfrüchte und Gemüse zwar durchaus Zink enthalten, jedoch in gemässigten Mengen.

 

Erste-Hilfe-Tricks: Zu viel Zink eingenommen? Das können Sie tun!

Unsere Tipps kommen zu spät – Sie haben bereits zu viel Zink aufgenommen und kämpfen jetzt mit Übelkeit, Bauchschmerzen oder Erbrechen? Leider dauert es eine Weile, bis Ihr Körper den Überschuss abgebaut hat. Trotzdem können einfache Hausmittel helfen, die Symptome einer Zink Überdosierung zu lindern. Drei wirkungsvolle Tricks verraten wir Ihnen hier.

1. Reduzieren Sie die Zinkzufuhr

Klingt banal, aber: Führen Sie Ihrem Körper kein weiteres Zink zu. Wenn Sie ein Präparat einnehmen, setzen Sie es vorübergehend ab und verzichten Sie auf stark zinkhaltige Lebensmittel wie rotes Fleisch, Meeresfrüchte sowie Nüsse und Kerne.

2. Tun Sie Ihrem Magen etwas Gutes

So mancher Tee lindert Übelkeit und andere Magen-Darm-Beschwerden: Probieren Sie zum Beispiel Sorten mit Fenchel, Kamille, Pfefferminz, Kümmel oder Ingwer. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft wirkt beruhigend.

Fenchelsamen in Teesieb
 

3. Setzen Sie auf bekömmliche Speisen

Entlasten Sie Ihren Verdauungstrakt mit leicht bekömmlichen Mahlzeiten – Gemüsesuppen, Brühen, Zwieback oder Kartoffeln sind gut verdaulich. Auf Porridge gegebenenfalls lieber verzichten, denn in Haferflocken steckt relativ viel Zink.


Fazit: Entscheiden Sie sich für das richtige Präparat

Ja, eine Zink Überdosierung ist möglich – und unangenehm. Bei chronischem Verlauf kann sie sogar gefährlich werden. Aber: Sie tritt in der Regel nur bei hochdosierten Präparaten (25 Milligramm und mehr) auf. Im Zusammenspiel mit dem Zink, das wir über die Ernährung aufnehmen, kann es hier zu Beschwerden kommen.

Wer hingegen ein Nahrungsergänzungsmittel wählt, das zum individuellen Bedarf passt (dieser kann relativ stark variieren), hat wenig zu befürchten. Treten Symptome auf, sind diese ein gutes Warnzeichen, die Dosis zu reduzieren.  Es kommt darauf an, den eigenen Speiseplan unter die Lupe zu nehmen und sich für die richtigen Kapseln zu entscheiden: Hier gilt sich zuerst eine Übersicht über die unterschiedlichen Zinkpräparate zu verschaffen.

 

Bildquellen: 
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