Zink: Tabletten oder Kapseln – was ist die bessere Wahl?

Hand-mit-Zink-Tabletten-und-Zink-Kapseln

Das lebenswichtige Spurenelement Zink erfüllt im Körper wichtige Aufgaben, zum Beispiel in der Zellteilung. Wer auf der Suche nach einem passenden Zinkpräparat zur Ergänzung des täglichen Speiseplans oder gar zur Behandlung eines erwiesenen Zinkmangels ist, kommt an folgender Frage nicht vorbei: Soll ich Zinktabletten kaufen – oder doch lieber Kapseln? Und das ist auch gut so. Denn eine dieser Darreichungsformen enthält vermehrt schädliche Inhaltsstoffe: Angefangen von Klassikern wie Magnesiumstearat bis hin zu möglicherweise schädlichen Mineralien. Wer diesen Text liest, weiss am Ende, welches Präparat die bessere Wahl ist – und warum.


Das Wichtigste auf einen Blick

Egal, ob Zinktabletten oder Zinkkapseln – beide Darreichungsformen schenken Ihnen sowohl Vor- als auch Nachteile. Welche das sind, zeigt Ihnen die folgende Tabelle auf einem Blick. Wer mehr über die Zusatz- und Hilfsstoffe erfahren möchte, sollte unbedingt weiterlesen. Denn: Ihr Zink-Nahrungsergänzungsmittel könnte vielleicht sogar mit Kunststoff überzogen sein.

 KapselnTabletten
Vorteile - wenige Zusätze
- vielfältige Anwendung: Im Ganzen schlucken oder öffnen
- günstig
Nachteile - je nach Produktqualität etwas teurer - reich an Zusätzen

Zinkpräparate: Der Inhalt zählt

Neben der Wahl der Darreichungsform, geht es natürlich auch darum, ein Ergänzungsmittel zu wählen, das mit hochwertigen Inhaltsstoffen bezüglich der Wirkstoffe punktet. Zink gibt es in verschiedenen Verbindungen wie Zinkgluconaten oder Zink-Bisglycinat zu kaufen. Zink-Bisglycinat, auch chelatiertes Zink genannt, gilt dabei als eine Verbindung mit besonders hoher Bioverfügbarkeit. 

Ebenfalls wichtig ist die Wahl der richtigen Dosierung. Hochdosierte Zinkpräparate enthalten bis zu 20 mg Zink pro empfohlene Tagesdosis, während niedriger dosierte Ergänzungsmittel nur 5 mg Zink pro Tagesdosis liefern. Bei einem Zinkmangel ist je nach Absprache mit dem behandelnden Arzt ein höher dosiertes Präparat empfehlenswert. Falls das Zinkpräparat zur Deckung des täglichen Zinkbedarfs dient, trifft mit einem niedriger dosierten Präparat die richtige Wahl. 


Kunststoff, Schweineschmalz und Autoreifen-Füllstoffe: Was wirklich in Zinktabletten stecken kann

Zinktabletten haben mit vor allem einem Vorteil: Sie sind relativ günstig – manche von ihnen kosten sogar nur sehr wenige Euros. Schauen Sie sich vor dem Kauf unbedingt die Zutatenliste an. Denn leider verstecken sich in Zinktabletten etliche Zusätze und Hilfsstoffe, von denen manche für Ihre Gesundheit bedenklich sein könnten.

Magnesiumstearat: Dieser Zusatz verhindert u.a., dass die Tabletten bei der Produktion an den Maschinen hängenbleiben und sie verschmutzen. Künstlich durch chemische Prozesse erzeugt, zählt Magnesiumstearat zu den Nahrungsmittelzusatzstoffen und wird mit E572 abgekürzt.

Stearinsäure: Wird in aufwändigen Prozessen durch Verseifung aus pflanzlichen und tierischen Ölen oder Fetten gewonnen. Stearinsäure kommt als Triglycerid in natürlichen Produkten wie Kokos- oder Butterfett und Schweineschmalz vor. Es handelt sich letztendlich um eine gesättigte Fettsäure, die als solche gesundheitliche Nachteile mit sich bringen kann.

Talkum: Bindet Wasser und wird Tabletten gerne als Trennstoff hinzugegeben. Talkum ist zwar ein natürliches Mineral aus Magnesiumsilikat – steht jedoch schon seit Jahren in der Kritik, weil die Steine, aus denen es gewonnen wird, schädliche Substanzen enthalten können.

Titandioxid: Als industrieller Allrounder kommt Titandioxid überall dort zum Einsatz, wo Lebensmittel und andere Produkte glänzender und weisser aussehen sollen – angefangen von Sonnencreme, bis hin zu Mozzarella. Oder eben Tabletten. Weil Daten zur Unbedenklichkeit des Zusatzes fehlen, hat Frankreich ihn im Sommer 2020 vorerst verboten.

Triethylcitrat: An sich gilt Triethylcitrat gesundheitlich als unproblematisch. Weil bei der Herstellung jedoch Schimmelpilze zum Einsatz kommen, treten bei Allergikern ggf. Beschwerden auf.

Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer: Gehört zu den Kunststoffen und soll als Überzugsmittel vor dem Austrocknen schützen, einen unangenehmen Geschmack verbergen oder empfindliche Nährstoffe vor der Magensäure bewahren – für Tabletten zwar durchaus nützlich, dennoch stellt sich die Frage, was Kunststoffe in Nahrungsergänzungsmitteln zu suchen haben.


Zellulose und mehr nicht – gute Zinkkapseln verzichten auf Zusätze

Frau nimmt eine Kapsel mit einem Glas Wasser

Hochwertige Kapseln enthalten – neben den Wirkstoffen – nur einen einzigen Zusatz: Hydroxypropylmethylcellulose als Überzugsmittel bzw. Kapselhülle. 

Es handelt sich um eine rein pflanzliche Substanz, gewonnen aus natürlichen Fasern. Im Körper wirkt sie wie ein Ballaststoff, kann bedenkenlos und sogar in grösseren Mengen uneingeschränkt verzehrt werden und löst sich im Kontakt mit Wasser einfach auf. 

Leider lassen sich auch in minderwertigen Zinkkapseln unnötige Zusätze finden, etwa Trennmittel wie Magnesiumsalze oder pflanzliches gehärtetes Fett und Füllstoffe wie Di-Calcium-Phosphat.

 

Allerdings ist die Liste an Hilfsstoffen im Vergleich zu Zinktabletten zum einen deutlich kürzer – und zum anderen kann man sie problemlos vor der Produktion von der Zutatenliste streichen. Schliesslich müssen Kapseln nicht in Form gepresst werden: Es genügt, zinkhaltige Lebens- und Nahrungsergänzungsmittel wie Buchweizenkeimpulver in eine pflanzliche Kapselhülle zu füllen.


Fazit: Egal, ob Zink Tabletten oder Kapseln – Hauptsache hochwertig

Ein Nahrungsergänzungsmittel sollte guttun und nicht Ihre Gesundheit belasten – entscheiden Sie sich deswegen unbedingt für ein qualitativ einwandfreies Produkt, selbst wenn dieses ein paar Euro teurer sein mag. Wer die Zutatenlisten prüft, merkt schnell: Fast immer sind Zinkkapseln die bessere Wahl. Im Gegensatz zu Tabletten kommen sie ohne Zusätze aus und enthalten manchmal sogar 100 % natürliche Inhaltsstoffe wie Buchweizenpulver oder Sangokorallen als Basis – Zutaten, die fast auf einem normalen Speiseplan stehen könnten. So wird die Einnahme des lebensnotwendigen Spurenelementes zum Kinderspiel!

 

Bildquellen:
Titelbild - iStock.com/agrobacter
Bild 1 - iStock.com/Courtney Hale

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