Wechseljahre - was geschieht in dieser Lebensphase?

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Die Wechseljahre werden auch als Klimakterium oder als Menopause bezeichnet. Diese wichtige Lebensphase kommt nicht über Nacht, sondern ist im Allgemeinen ein körpereigener „Umbauvorgang“, der sich über mehrere Jahre erstreckt. In den meisten Fällen geschieht das um das 51. Lebensjahr. Die exakte Dauer ist von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich, ebenso wie die Art und das Ausmass der Wechseljahrbeschwerden. Jede Frau erlebt die Menopause auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Was sind eigentlich die Wechseljahre?

Die Wechseljahre der Frau sind eine Zeit der grossen hormonellen Umstellung und gleichzeitig das Ende der fruchtbaren Periode. Mediziner unterteilen diesen Zeitraum in drei wichtige Abschnitte:

  1. Prämenopause
    Das ist die Zeitspanne kurz vor dem Ausbleiben der Menstruationsblutung. Sie beginnt im Schnitt in einem Lebensalter von rund 47,5 Jahren.
  2. Menopause
    Das ist der Zeitpunkt der Menstruation, dem mindestens ein Jahr lang keine Blutung folgt.
  3. Postmenopause

Schon in der Prämenopause verändert sich die hormonelle Produktion der Eierstöcke, was individuell zu ganz unterschiedlichen Zyklusveränderungen führen kann.
In den Wechseljahren beginnt für Frauen sozusagen ein neuer Lebensabschnitt, der zwar eine veränderte Aufmerksamkeit für den eigenen Körper und die eigene Seele verlangt, aber durchaus auch eine erfüllte Lebenszeit mit sehr vielen Vorteilen sein kann. Allein die Tatsache, dass sich Frauen in der Menopause nicht mehr um die Empfängnisverhütung kümmern müssen, entlastet eine Partnerschaft immens und eröffnet ein ganz neues Miteinander und ein erfülltes Sexualleben.

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Der Alterungsprozess ist ein natürlicher Bestandteil des Lebens

Älterwerden ist keine Erkrankung, sondern bei allen Menschen ein kontinuierlicher und ganz natürlicher Prozess. Je offener man selbst mit diesem Vorgang umgeht, desto grösser ist auch die Akzeptanz.
Die Wechseljahre sind immer auch eine grosse Zeit der Veränderungen, so etwa berufliche oder familiäre Veränderungen. Doch Frauen akzeptieren diese Lebensphase immer mehr als einen chancenreichen, schönen und interessanten Teil ihres Lebens. Dieser Lebensabschnitt erlaubt ganz neue Erfahrungen und Erlebnisse. Es ist durchaus eine Zeit, um zuversichtlich in die Zukunft zu blicken, sich im eigenen Körper rundum wohlzufühlen und aktiv zu sein. Und eine solche innere Einstellung fördert massgeblich auch die eigene Lebensqualität.

Menopause - eine sehr variable Zeit

Der Beginn sowie die Dauer der Menopause variieren von Frau zu Frau. Ungefähr im Alter von ca. 52 Jahren hat die Hälfte aller Frauen ihre letzte monatliche Regelblutung. Die Übergänge zwischen den einzelnen Lebensphasen sind fliessend und der Verlauf sehr variabel. So gibt es beispielsweise Frauen, die bis zur letzten Monatsblutung einen regelmässigen Zyklus haben. Andere wiederum haben über mehrere Jahre hinweg einen drei- bis viermonatigen Blutungsrhythmus.
Viele Frauen durchlaufen diese Phasen, in denen sie keinerlei Beschwerden haben, bei anderen dauern die Wechseljahre mit leichten Beschwerden über mehrere Jahre an. Wiederum andere leiden unter erheblichen Beeinträchtigungen und Einschränkungen ihrer persönlichen Lebensqualität.
In den Wechseljahren endet die Möglichkeit einer Frau, auf normalem Wege schwanger zu werden. Diese Zeit ist verbunden mit hormonellen Schwankungen und letztlich auch mit dem Abfall bestimmter Botenstoffe. Auch der betreuende Frauenarzt oder die Frauenärztin kann im Vorfeld nicht vorhersehen, ob überhaupt und wenn ja, in welchem Ausmass die Wechseljahrbeschwerden bei einer Frau auftreten werden.
Ein Drittel aller Frauen ist vollkommen beschwerdefrei, ein weiteres Drittel hat nur leichte Beschwerden, die nicht allzu belastend sind. Das letzte Drittel der Frauen kämpft aber mit derart belastenden Symptomen, dass eine medizinische Therapie erforderlich wird.

Wechseljahre und ihre "Ursachen"

Die einschneidenden Veränderungen in den Wechseljahren werden vor allem durch die körperinternen Hormonumstellungen verursacht. Diese hormonellen Prozesse werden insbesondere von der Hypophyse, der Hirnanhangsdrüse gesteuert. Dieses „hormonelle Programm“ ist seit Jahrtausenden in den menschlichen Genen eingeschrieben. Es sorgt dafür, dass die Progesteron- und Östrogenproduktion in den Eierstöcken sowie in geringeren Mengen auch in der Nebennierenrinde ab dem 40. Lebensjahr stetig abnimmt. Diese beiden Hormone werden also immer weniger produziert und infolgedessen sinkt die Fruchtbarkeit der Frau.

Welche Symptome machen sich in der Menopause bemerkbar?

Die Dauer und auch die Häufigkeit des Auftretens verschiedener Symptome unterliegt vielen Schwankungen und ist auch von zahlreichen Faktoren abhängig. So spielt beispielsweise der allgemeine Gesundheitszustand eine grosse Rolle, aber auch das soziale Netzwerk, der individuelle Leidensdruck oder familiäre Einflüsse.
In der Phase der Prä- und Postmenopause kommt es am häufigsten zu Begleiterscheinungen wie Schweissausbrüche und Hitzewallungen. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang von sogenannten „vasomotorischen Symptomen“: Sie sind sozusagen die wichtigsten klinischen Parameter für die Menopause.
Im Zusammenhang mit den Wechseljahren kommt es zudem zu folgenden Symptomen:

Frau mit Wechseljahres-Symptomen
 
  • Zyklusunregelmässigkeiten
  • Reizbarkeit und innere Unruhe
  • Angst und Angstzustände
  • Depressive Verstimmungen und Niedergeschlagenheit
  • Scheidentrockenheit
  • Trockene Schleimhäute (zum Beispiel im Mund- oder Nasenraum)
  • Gelenkbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • Schwankungen des Körpergewichts
  • Libidoverlust
  • Herzklopfen und Herzrasen
  • Schwankungen des Blutdrucks
  • Haarausfall
  • Veränderungen des Hauterscheinungsbildes

Diese Symptome werden jedoch  ganz unterschiedlich von den betroffenen Frauen empfunden.

Wie erfolgt die Diagnose der Wechseljahre?

Die weiblichen Zyklusstörungen ab dem 40. Lebensjahr sind in den meisten Fällen das erste wichtige Anzeichen für den Beginn der Menopause.
Die konkreten Ursachen für die Menstruationsbeschwerden kann der Frauenarzt durch eine Vagina- und Gebärmutteruntersuchung feststellen. Auf diese Weise können auch Gewebeveränderungen entdeckt werden, die unter Umständen zu Blutungen führen. Auch ein Schwangerschaftstest wird in vielen Fällen durchgeführt, denn das Ausbleiben der Monatsblutung kann ein Hinweis auf eine späte Schwangerschaft sein.
Durch eine Blutuntersuchung kann der exakte hormonelle Status bestimmt werden. Anhand des Hormonspiegels erkennt der Arzt genau, ob die Frau schon in den Wechseljahren ist beziehungsweise in welcher Phase der Menopause sie sich befindet.
Zum Untersuchungsspektrum gehört häufig auch eine sogenannte Knochendichtemessung: Diese Untersuchung gibt weitere Auskunft über eine mögliche beginnende Osteoporose.

Wie lange dauern die Wechseljahre an?

Die körperinterne hormonelle Umstellung erstreckt sich über mehrere Jahre, wobei es hier von Frau zu Frau teils grosse individuelle Unterschiede gibt. Ungefähr zwischen dem 60. und dem 65. Lebensjahr wird die Menopause durch das sogenannte Senium, das „höhere Alter“ abgelöst.
Auch aus emotionalem Blickwinkel ergibst sich für viele Frauen eine unterschiedliche Dauer der Menopause. Ab wann für eine Frau die Wechseljahre konkret beginnen, hängt vom Ausmass der individuellen Beschwerden ab.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es in den Wechseljahren?

Zunächst einmal ist es sehr wichtig hervorzuheben, dass die Wechseljahre keine Krankheit sind. Eine medizinische Behandlung ist also nicht zwingend erforderlich.
Rund ein Drittel der Frauen leidet jedoch unter sehr starken und unangenehmen Wechseljahrbeschwerden wie zum Beispiel Schweissausbrüchen, Schlaflosigkeit, Libidoverlust oder Hitzewallungen. In solchen Fällen kann eine Hormontherapie in Erwägung gezogen werden, auch mit sogenannten bioidentischen Hormonen. Diese Hormontherapie kann zum Teil die Hormone ersetzen, die der eigene Körper nicht mehr selbstständig bildet. Auf diese Weise lassen sich also unterschiedliche Beschwerden in ihrer Intensität mindern und lindern. Ob Hormone im individuellen Fall sinnvoll und erforderlich sind, sollte immer mit dem behandelnden Frauenarzt besprochen werden.

Ärztin berät Patientin
 

Glücklich durch die Wechseljahre – das können Sie selbst tun

Die Wechseljahre lassen sich nicht vermeiden, doch es hat sich herausgestellt, dass Frauen, die regelmässig Sport treiben, auf Nikotin und Alkohol verzichten und sich ausgewogen ernähren, ungefähr zwei Jahre später in die Menopause kommen als Frauen, die einen ungesunden Lebensstil pflegen.

Gesund, vielseitig und ausgewogen essen in der Menopause

Um ein zu hohes Körpergewicht zu vermeiden, sollten auf ausreichend Bewegung und körperliche Aktivität gesetzt werden. Auch die tägliche Ernährung spielt eine zentrale Rolle. Insbesondere Kohlenhydrate sollten mit Bedacht ausgewählt werden, denn mit einem stetig sinkenden Östrogenspiegel steigt gleichzeitig der Insulinspiegel an. Das führt dazu, dass Kohlenhydrate schneller als Speicherfett in die körpereigenen Depots wandern. Aus diesem Grund sollte auf raffinierten Zucker und ungesunde Fette verzichtet werden.
Viel wichtiger ist eine ausgewogene und vielseitige Ernährung bestehend aus komplexen Kohlenhydraten wie Vollkornprodukten, frischen Früchten, Gemüse und Fisch. Gesundheitsbewusste können ihre tägliche gesunde Ernährung durch hochwertige Superfoods ergänzen, wie zum Beispiel das hochqualitative Bio-Maca-Extrakt.

Psychische Faktoren in den Wechseljahren

Auch psychische Faktoren spielen in der Menopause eine zentrale Rolle. So haben wissenschaftliche Forschungsstudien gezeigt, dass Frauen mit einem hohen Selbstbewusstsein wesentlich glücklicher, positiver und zuversichtlicher durch die Wechseljahre kommen. Auch Entspannungsübungen in Form von Atemtraining, Mediationen, Pilates oder Yoga können Wechseljahrbeschwerden lindern. Auf die allgemeine Fitness zu achten ist in der Menopause besonders wichtig. Das stärkt nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sondern fördert insgesamt ein gutes Körpergefühl und mehr Wohlbefinden. Wechseljahre sollten nicht automatisch mit gesundheitlichen Problemen und Beschwerden gleichgesetzt werden. Viel wichtiger ist es, offen und positiv dieser Lebensphase entgegenzublicken und neue Freiheiten und Möglichkeiten zu entdecken.

 

Bildnachweise:

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