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Kurkuma Wurzel – eine Wunderknolle der Natur

Aufgeschnittene Kurkuma Wurzeln Nahaufnahme

iStock.com/ollo

Kurkuma ist mit seiner kräftig gelben Farbe und seinem würzig-herben Geschmack aus vielen Küchen kaum wegzudenken. Besonders bekannt ist die Pflanze aus der südasiatischen Küche und dem Ayurveda, wo sie seit langer Zeit verwendet wird. Doch was steckt eigentlich in der sogenannten Kurkumawurzel – und wie lässt sie sich in der Küche verwenden? In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr über Inhaltsstoffe, frische Kurkuma, Kurkumapulver und wichtige Hinweise zum Verzehr.

Was ist Kurkuma?

Kurkuma (Curcuma longa) gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist unter anderem auch als Gelbwurz bekannt. Genutzt wird vor allem das unterirdische Rhizom der Pflanze, das umgangssprachlich meist als Kurkumawurzel bezeichnet wird. Seine kräftige gelb-orange Farbe macht Kurkuma auch als Gewürz unverwechselbar.

Kurkumapflanze
iStock.com/Prince Raj

Die tropische Pflanze stammt ursprünglich aus Asien und wird heute in verschiedenen warmen Regionen angebaut. Oberirdisch bildet sie lange grüne Blätter und auffällige Blütenstände. Für Küche und Gewürzherstellung ist jedoch vor allem das Rhizom interessant: Es wird frisch verwendet oder getrocknet und zu Kurkumapulver vermahlen.

Was steckt in der Kurkumawurzel?

Besonders charakteristisch für Kurkuma sind die Curcuminoide – eine Gruppe gelber Pflanzenstoffe, zu denen Curcumin und verwandte Verbindungen gehören. Curcumin trägt wesentlich zur intensiven gelb-orangen Farbe der Kurkumawurzel bei. Daneben enthält das Rhizom ätherische Bestandteile, darunter sogenannte Turmerone, die zum typischen Aroma beitragen.

Kurkuma enthält ausserdem Kohlenhydrate, Eiweiss und Fett sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Entscheidend ist jedoch die tatsächlich verzehrte Menge: Als Gewürz oder frische Wurzel wird Kurkuma meist nur in kleinen Portionen verwendet. Deshalb ist es wenig sinnvoll, die Wirkung einzelner Vitamine oder Mineralstoffe pauschal auf Kurkuma zu übertragen oder die Wurzel als „Nährstoffbombe“ zu bezeichnen.

Neben den Curcuminoiden enthält Kurkuma auch verschiedene Mineralstoffe und weitere pflanzliche Verbindungen. In üblichen Verzehrmengen als Gewürz oder frisches Rhizom stehen diese Nährstoffe jedoch nicht im Vordergrund. Aussagekräftiger ist deshalb, Kurkuma als vielseitiges Lebensmittel mit charakteristischen Pflanzenstoffen zu betrachten, statt einzelne Vitamine oder Mineralstoffe mit konkreten Körperfunktionen zu verknüpfen.

Auch sekundäre Pflanzenstoffe kommen in Kurkuma vor. Sie erfüllen in der Pflanze unterschiedliche Aufgaben und sind Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Welche Bedeutung einzelne dieser Stoffe für die menschliche Ernährung haben, hängt jedoch unter anderem von Menge, Zubereitung und Aufnahme im Körper ab.

Frische Kurkumawurzel oder Pulver – was ist der Unterschied?

Kurkuma lässt sich sowohl frisch als auch getrocknet und gemahlen verwenden. Die frische Kurkumawurzel erinnert in ihrer Form an Ingwer und hat ein kräftiges, leicht erdiges bis bitteres Aroma. Sie eignet sich zum Reiben, Schneiden, Kochen oder für Getränke. Kurkumapulver ist länger haltbar, einfach zu dosieren und besonders praktisch für Currys, Suppen, Reisgerichte oder Gewürzmischungen.

Welche Variante besser passt, hängt vor allem von der gewünschten Anwendung und dem persönlichen Geschmack ab. Für die Küche sind sowohl die frische Wurzel als auch das Pulver vielseitig einsetzbar. Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform sind dagegen nicht einfach eine geschmackliche Alternative zum Gewürz, sondern eine andere Produktkategorie und sollten entsprechend getrennt betrachtet werden.

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Beim Kauf von Kurkumapulver lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste: Reines Kurkumapulver besteht lediglich aus gemahlener Kurkuma. Ob Sie konventionelle oder biologisch angebaute Kurkuma wählen, ist eine Frage Ihrer persönlichen Präferenzen und der gewünschten Anbauweise.

Kurkumapulver
iStock.com/ollo

Goldene Milch mit Kurkuma

Eine beliebte Möglichkeit, Kurkuma als Getränk zu verwenden, ist Goldene Milch. Dafür wird ein Pflanzendrink, zum Beispiel auf Hafer- oder Mandelbasis, mit Kurkuma erwärmt. Je nach Geschmack passen auch Ingwer, Zimt, Kardamom oder eine Prise schwarzer Pfeffer dazu. Für etwas Süsse eignen sich beispielsweise Datteln oder eine kleine Menge Honig.

Sie können frische, fein geriebene Kurkumawurzel oder Kurkumapulver verwenden. Alle Zutaten werden miteinander vermischt und kurz erhitzt – so entsteht ein würziges Heissgetränk, das sich leicht an den eigenen Geschmack anpassen lässt.

Was sollte man bei Kurkuma beachten?

Kurkuma wird als Gewürz oder frische Wurzel in üblichen Lebensmittelmengen meist gut vertragen. Bei empfindlichen Personen können grössere Mengen jedoch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall verursachen.

Anders zu beurteilen sind konzentrierte Kurkuma- oder Curcuminpräparate. Je nach Zusammensetzung und Dosierung können Nebenwirkungen auftreten; zudem wurden bei bestimmten, besonders gut verfügbaren Curcuminpräparaten selten Leberschäden beschrieben. Wer an einer Leber- oder Gallenwegserkrankung leidet, regelmässig Medikamente einnimmt, schwanger ist oder stillt, sollte die Einnahme solcher Präparate vorher ärztlich oder in der Apotheke abklären.

Häufige Fragen zur Kurkumawurzel

Wie verwendet man frische Kurkumawurzel?

Frische Kurkumawurzel lässt sich ähnlich wie Ingwer verwenden: Sie können sie fein reiben, in dünne Scheiben schneiden oder klein hacken und damit Suppen, Currys, Reisgerichte, Tee oder Smoothies würzen. Da Kurkuma stark färbt, sind beim Schneiden ein geeignetes Brett und bei Bedarf Handschuhe praktisch.

Kann man Kurkumawurzel roh essen?

Ja, frische Kurkumawurzel kann auch roh gegessen werden, zum Beispiel fein gerieben in Salaten, Smoothies oder Getränken. Wegen ihres kräftigen, leicht bitteren Geschmacks reichen meist kleine Mengen. Vor der Verwendung sollte die Wurzel gründlich gewaschen werden; Schälen ist nicht zwingend nötig, kann je nach Beschaffenheit der Schale aber sinnvoll sein.

Wer sollte bei Kurkuma-Präparaten vorsichtig sein?

Bei Kurkuma als Gewürz oder Lebensmittel gelten andere Massstäbe als bei konzentrierten Kurkuma- oder Curcuminpräparaten. Wer an einer Leber- oder Gallenwegserkrankung leidet, regelmässig Medikamente einnimmt, schwanger ist oder stillt, sollte die Einnahme konzentrierter Präparate vorher ärztlich oder in der Apotheke abklären.

Quellen

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Hat Kommunikationswissenschaften studiert und eine Ausbildung als Ernährungsberaterin. Sie isst und kocht leidenschaftlich vegan und liebt Miso.

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