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Polycystisches Ovarsyndrom – alles was Sie zu PCOS wissen müssen

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Was ist das PCO-Syndrom?

Das PCO-Syndrom (kurz PCOS) ist eine Stoffwechselstörung von Frauen im gebärfähigen Alter. Es betrifft etwa 5-15 % aller Frauen. (3) PCO steht für Polyzystisches Ovarsyndrom und zeigt sich im Ultraschall meist durch viele kleine Eibläschen in den Ovarien (Eierstöcke). Beim PCO-Syndrom ist der Hormonhaushalt der betroffenen Frau gestört, was sich in unregelmässigen oder ausbleibenden Zyklen zeigt. (4) Erkannt wird das PCO-Syndrom daher oftmals erst bei Kinderwunsch, da schwanger werden mit PCOS meist nicht ohne Behandlung klappt.

Durch welche Symptome macht sich das PCO-Syndrom bemerkbar?

Frauen mit vorliegendem PCO-Syndrom haben sehr lange Zyklen. Das bedeutet, dass der Eisprung nicht wie üblich um den 14. Zyklustag erfolgt, sondern später. Daraus resultieren Zyklen von über 35 Tagen bis hin zu komplett ausbleibenden Blutungen.

Im Ultraschall zeigt sich das PCO-Syndrom durch viele kleine Eibläschen, also unreife Eizellen in den Eierstöcken. Dieses Bild zeigt sich bei etwa 70-100% der Frauen mit dem PCO-Syndrom.

Ein weiteres Zeichen des PCO-Syndroms ist die Vermännlichung. Da Frauen mit PCOS einen erhöhten Androgenspiegel haben, entwickeln sie typisch männliche Zeichen. Dies zeigt sich z. B. in einer zunehmenden, männlichen Körperbehaarung (Bartwuchs) oder Haarausfall. Dazu können fettige Haut, Haare und Akne kommen.

Weitere Symptome des PCO-Syndroms sind Übergewicht, Diabetes und Unfruchtbarkeit. (4) Zudem leiden Frauen mit PCOS häufiger als gesunde Frauen an Depressionen, Angst- und Essstörungen. Dabei sind diese psychischen Symptome eher Folge typischer PCOS-Symptome, als eigenständige Symptome. (2)

Welche Ursache hat das PCO-Syndrom?

Welche Ursachen dem PCO-Syndrom genau zu Grunde liegen, ist noch nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich spielen genetische und metabolische Faktoren eine zentrale Rolle. Übergewicht kann das PCO-Syndrom bedingen, muss aber nicht zwingend vorliegen. Auch normal- oder untergewichtige Frauen können das PCO-Syndrom entwickeln.
Ebenso werden ethnische Unterschiede diskutiert. So sind spanische und mexikanische Frauen, sowie weibliche, amerikanische Ureinwohner häufiger vom PCO-Syndrom betroffen. Klar ist aber, dass zwei Hormone eine wichtige Rolle spielen: Androgen und Insulin. (4)

Die meisten Frauen mit PCO-Syndrom haben einen erhöhten Androgenspiegel. Androgene sind Hormone, die für typisch männliche Merkmale verantwortlich sind. Sie sorgen für den Bartwuchs, eine tiefe, männliche Stimme und die Muskelentwicklung. Steigt der Androgenspiegel bei Frauen an, kommt es zu den für das PCO-Syndrom typischen, männlichen Merkmalen.

Im Tiermodell konnte gezeigt werden, dass ein erhöhter Androgenspiegel in sehr frühen, kritischen Entwicklungsphasen zur später ebenfalls erhöhten Ausschüttung von Androgenen führt. Ob dies ohne weiteres auf den Menschen übertragbar ist, bleibt offen.

Frauen mit PCOS haben ausserdem oftmals einen erhöhten Insulinspiegel bis hin zur Insulinresistenz, also Diabetes Typ II. Möglicherweise führt (auch) dieser Umstand zur vermehrten Androgenausschüttung bei Frauen mit PCOS.

Welche Diagnostik bestätigt das PCO-Syndrom?

Üblicherweise wird das PCO-Syndrom durch einen Frauenarzt diagnostiziert. Laut den seit 2003 existierenden Rotterdam-Kriterien müssen 2 der 3 folgenden Kriterien zutreffen (3):

  • Hyperandrogenismus und damit einhergehende Vermännlichung
  • Oligo- oder Anovulation (seltene oder keine Eisprünge)
  • Polycystische Ovarien


Ein erhöhter Androgenspiegel kann mittels Blutuntersuchung festgestellt werden.
Mittels Zyklusbeobachtung kann die Regelmässigkeit des Zyklus bewertet werden. Um die Diagnose Oligo-Ovulation zu stellen genügt es jedoch nicht, wenn ein Zyklus verlängert ist. Dies geschieht auch bei gesunden Frauen ohne PCO-Syndrom ab und zu. Frauen mit PCO-Syndrom müssen mehrere Zyklen hintereinander späte oder gar keine Eisprünge aufweisen.
Polycystische Ovarien können im Ultraschall erkannt werden. Sind viele kleine schwarze Punkte zu sehen, deutet dies auf das PCO-Syndrom hin.

Kinderwunsch – kann man mit dem PCO-Syndrom schwanger werden?

Auch Frauen mit PCO-Syndrom können schwanger werden, wenn auch nicht problemlos. Oftmals ist es sogar so, dass Frauen länger versuchen schwanger zu werden, sich irgendwann an einen Arzt wenden und daraufhin die Diagnose PCOS erhalten. Sprich, das PCO-Syndrom wird erst beim Versuch schwanger zu werden erkannt und zum Problem.

Um schwanger zu werden sind stattfindende Eisprünge, zumindest einer, die Voraussetzung. Kommt es selten oder gar nicht zum Eisprung, tritt auch keine Schwangerschaft ein.

Bei seltenen Eisprüngen ist es zwar möglich schwanger zu werden, die Wahrscheinlichkeit ist allerdings gering. Denn selbst wenn vor und am Tag des Eisprungs Geschlechtsverkehr stattfindet und beide Partner gesund sind, liegt die Chance einer Schwangerschaft nur bei etwa 25 %.

Aus diesem Grund ist bei PCOS eine Behandlung sinnvoll, um (schnell) schwanger zu werden.

Welche Behandlung für das PCO-Syndrom wählt der Arzt?

Liegt kein Kinderwunsch vor, wird PCOS üblicherweise mit einer Antibabypille behandelt. Die von aussen zugeführten Hormone gleichen den Hormonhaushalt der Frau aus und verbessern die PCOS-Symptome.

Liegt ein Kinderwunsch vor, ist das Medikament Clomifen das Mittel der Wahl. Clomifen wirkt sofort und sehr effektiv: 75 % der Schwangerschaften, die während einer Clomifen-Behandlung eingetreten sind, entstanden während den ersten drei Behandlungsmonaten. (4)

Ab und zu wird das PCO-Syndrom auch mit dem Medikament Metformin behandelt. Metformin reduziert die Insulin- und Androgenspiegel, was wiederum den Zyklus regelmässig macht. Metformin wirkt meist innerhalb von 6 Monaten. (4)

Die oben genannten Behandlungen sind die häufigsten. Erst wenn diese Methoden fehlschlagen, kommen weitere Medikamente oder eine künstliche Befruchtung zum Einsatz.

Welche natürliche Behandlung gibt es beim PCO-Syndrom?

Die erste Behandlung des PCO-Syndroms sollte immer eine Änderung des Lebensstils sein. Da die meisten Frauen mit PCOS übergewichtig sind, ist es sinnvoll zunächst ein Auge auf das Gewicht zu werfen. (5) Übergewichtig gilt, wer einen BMI über 25 hat. Ein BMI von 30 und mehr wird bereits als adipös bezeichnet.

Da eine Reduktion von Übergewicht meistens die Insulinsensitivität verbessert, verbessern sich auch die Symptome des PCO-Syndroms.
Studien konnten zeigen, dass Frauen mit PCOS nach einem Gewichtsverlust wieder regelmässigere Zyklen hatten. (5)

Auch wer nicht übergewichtig ist, kann auf seine Ernährung achten. Zu viele Kohlenhydrate und v. a. isolierter Zucker und Weissmehlprodukte sollten vermieden werden. Dazu gehören auch zuckerhaltige Getränke, die den Insulinspiegel schnell in die Höhe schiessen lassen. Die Ernährung sollte auf viel Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Eiweissquellen basieren. So werden Blutzuckerschwankungen vermieden und die Insulinausschüttung hält sich in Grenzen.

Hilft Inositol beim PCO-Syndrom?

Inositol wird seit 1999 im Zusammenhang mit dem PCO-Syndrom erforscht. Nestler at al. konnten damals zeigen, dass Myo-Inositol die Insulinsensitivität und den Spiegel des freien Testosterons in Frauen mit PCOS verbessert. Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass Eisprünge durch die Gabe von Inositol wieder regelmässiger stattfinden. (6)

Inositol spielt eine Schlüsselrolle im Insulin-Signalweg, was die Wirkung in Bezug auf das PCO-Syndrom erklärt. Chiu et al. konnten darüber hinaus zeigen, dass Myo-Inositol in der menschlichen folikulären Flüssigkeit eine wichtige Rolle spielt. Hier scheint Myo-Inositol die Qualität der Eizellen und den Östrogenspiegel zu erhöhen. (6)

Aufgrund der guten Ergebnisse folgten zahlreiche Studien, die die Wirkung von Inositol auf das PCO-Syndrom bestätigten. Inositol verbessert neben dem Glukose- und Insulinspiegel auch den Androgenspiegel, die Hormone LH (Luteinisierendes Hormon) und FSH (Folikel stimulierendes Hormon), Parameter des Fettstoffwechsels, den BMI und die Regelmässigkeit des Zyklus. (1)

Neuere Studien beschäftigen sich mit verschiedenen Inositol-Formen. Von den 9 Stereoisomeren des Inositols haben sich zwei als besonders wirksam erwiesen: Myo-Inositol und D-Chiro-Inositol.
Als besonders wirksam hat sich eine Kombination von Myo-Inositol und D-Chiro-Inositol herausgestellt. (6, 7, 8)

Zusammenfassend kann man eindeutig sagen: Ja, Inositol wirkt bei PCOS sehr gut und kann als alleinige Therapie versucht oder in Kombination mit anderen Therapien angewendet werden.

Ist das PCO-Syndrom heilbar?

Das PCO-Syndrom gilt nicht als heilbar. Es ist allerdings möglich, dass die Symptome mit einem entsprechenden Lebensstil abflachen oder sogar ganz verschwinden.

Bei übergewichtigen Frauen sollte immer zuerst eine Gewichtsreduktion stattfinden. Diese Gewichtsreduktion sollte durch eine Umstellung der Ernährung und des Lebensstils erfolgen: viel frisches Gemüse (roh oder selbst zubereitet), Vollkorn- anstatt Weissmehlprodukte, wenig bis kein isolierter Zucker und zuckerhaltige Getränke, pflanzliche Eiweissquellen bevorzugen und hochwertige Fette (Oliven-, Walnuss-, Kokos-, Rapsöl) wählen. Viel trinken, regelmässig bewegen, Stress vermeiden und ausreichend Schlafen. Werden diese Tipps konsequent und langfristig umgesetzt, ist es gut möglich, dass sich der Zyklus trotz PCO-Syndrom normalisiert.

 

Quellen

(1)    Unfer, V.; Nestler, J. E.; Kamenov, Z. A.; Prapas, N.; Facchinetti, F.: Effects of Inositol(s) in Women with PCOS: A Systematic Review of Randomized Controlled Trials. International Journal of Endocrinology. Vol. 2016, Article 1849162.

(2)    Dokras, A.; Stener-Victorin, E.; Yildiz, B. O.; Li, R.; Ottey, S.; Shah, D.; Epperson, N.; Teede, H.: Androgen Excess-Polycystic Ovary Syndrom Society: position statement on depression, anxiety, quality of life, and eating disorders in polycystic ovary syndrome. Fertility and Sterility. Vol. 109, No. 5, May 2018.

(3)    Torchen, L. C.: Cardiometabolic Risk in PCOS: More than a Reproductive Disorder. Curr Diab Rep. Author manuscript ; available in PMC 2018.

(4)    Bednarska, S. ; Siejka, A. : The pathogenesis and treatment of polycystic ovary syndrome : What’s new ? Adv Clin Exp Med. 2017 ; 26(2) : 259-367.

(5)    Tannus, S. ; Burke, Y. Z. ; Kol, S. : Treatment Strategies for the Infertile Polycystic Ovary Syndrome Patient. Womens Health (2015) 11(6), 901-912.

(6)    Genazzani, A. D. : Inositol as putative integrative treatment for PCOS. Reproductive Healthcare Ltd. 2016.

(7)    Formuso, C. ; Stracquadanio, M. ; Ciotta, L. : Myo-inositol vs. D-chiro-inositol in PCOS treatment. Minerva Ginecol. 2015 Aug ; 67(4) : 321-5.

(8)    Mendoza, N. ; Diaz-Ropero, M. P. ; Aragon ; M. ; Maldonado, V. ; Llaneza, P. ; Lorente, J. ; Mendoza-Tesarik, R. ; Maldonado-Lobon, J. ; Olivares, M. ; Fonolla, J. : Comparison of the effect of two combinations of myo-inositol and D-chiro-inositol in women with polycystic ovary syndrome undergoing ICSI : a randomized controlled trial. Gynecol Endocrinol. 2019 Mar 16 :1-6.

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