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Grosse Brennnessel (Urtica dioica) – einheimische Superpflanze

brennessel

Die Grosse Brennnessel, lat. Urtica dioica, ist bereits seit der griechischen Antike bekannt. Es handelt sich um eine einheimische mehrjährige Pflanze voller Vitalstoffe mit Heilwirkungen. Bekannt und unbeliebt ist sie wegen der Brennhaare, die bei Berührung, auf der Haut Quaddeln entstehen lassen. Aus diesem Grund setzt sich der Name der Pflanze auch zum einen aus dem Wortteil «Brenn-» zusammen. Das Wort «Nessel» geht auf die Gestalt Nessous aus der griechischen Mythologie zurück. 

Steckbrief: Grosse Brennnessel

Lateinischer Name: Urtica dioica

Herkunft: Die grosse Brennnessel hat ihren Ursprung in Mitteleuropa

Andere Namen: Haarnessel, Hanfnessel, Scharfnessel, Tausendnessel, Habernessel, Krauskopf, Sennnessel, Donnernessel, Donnernettel, Dudelkolbe, Estekraut, Feuerkraut, Gichtrute

Familie: Brennnesselgewächse (Urticaceae)

Verbreitung: weltweit, abgesehen von der Antarktis

Verwendbare Pflanzenteile: Triebe, Blätter, Samen, Wurzeln

Erntezeit:

  • Triebe & Blätter: April bis August
  • Samen:  August bis November


Blütezeit:
Juni bis Oktober

Merkmale:  

  • mehrjährige krautige Pflanzen
  • Wuchshöhe zwischen 49 und 320 cm
  • Bildet bräunliches-rotes Rhizom aus
  • Blätter: leicht herzförmig, gezackter Rand, stark strukturierte Blattfläche bis zu 20 cm lang und 15 cm breit
  • Brennhaare sind in den Blättern und Stängel lokalisiert und enthalten Ameisensäure.
  • Der Stängel ist vierkantig.
  • Die Blüte ist unscheinbar, grünlich und hängt an 2-5 cm langen Rispen.
  • Es gibt männliche und weibliche Pflanzen, die Blütenrispen der männlichen Pflanzen sind kürzer und nicht so üppig voll wie die der weiblichen. Die Brennnesselsamen werden von den weiblichen Pflanzen geerntet. Die Triebe, Blätter und Wurzeln werden von männlichen und weiblichen Pflanzen geerntet. 


Verwechslungsgefahr:
weisse Taubnesseln, rote Taubnesseln

Giftige Pflanzenteile: keine, jedoch stark Hautreizend

Standort- & Bodenbeschaffenheit: Die Urtica dioica gedeiht ausschliesslich auf Böden mit mindestens mässiger bis hoher Stickstoffversorgung. Sie besiedelt sowohl schattige Wälder, halbschattige Standorte als auch stark besonnte offene Wegesränder. Stark saure und basische Bodenbedingungen mag die Urtica dioica nicht und werden daher zu meist vermieden. Feuchte Böden mit hohem Nitrat- und Ammoniumgehalt begünstigen das Wachstum sehr. Die Brennnessel gilt also allgemein als Zeigerpflanze für nährstoffreiche bzw. stickstoffreiche- Böden und feuchte Standorte.

Die Familie der Brennnesselgewächse umfasst über 2500 Arten, die wiederum in 56 Gattungen untergliedert werden.

Welche Wirkungen werden mit der Grossen Brennnessel in Zusammenhang gebracht?

Die gesundheitlichen Wirkungen der Brennnessel reichen bis in die griechische Antike zurück. Dort wurde bereits die harntreibenden und anderen Wirkungsweisen genutzt. Die Urtica dioica wird seit jeher zur Kontrolle von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere Bluthochdruck, eingesetzt. Der Blattextrakt von Urtica dioica soll die Glukosehomöostase verbessern. Die Brennnesselwurzel soll eine Vergrösserung der Prostata (Prostatahyperplasie) verhindern. Brennnesselextrakte weisen einen entzündungshemmenden Effekt auf, welcher bei rheumatoider Arthritis eingesetzt wird.

Bekannte Heilwirkungen der Brennnessel sind:

  • Blutreinigend und blutbildend
  • Entgiftend
  • Harntreibend
  • Stoffwechselanregend
  • Milchbildend
  • Stimulierende Wirkung auf Verdauungsorgane
  • Hautreizend
  • Das Immunsystem aktivierend
  • antiallergisch

Traditionell wird die Urtica dioica bei den folgenden Krankheiten eingesetzt:

Allergien, Darmgeschwüre, Diabetes, Durchblutungsstörungen, Ekzeme, Erkrankungen der Galle, Erkrankungen der Leber, Erkrankungen der Milz, Gicht, Haarausfall, Harnwegsentzündungen, Kopfschuppen, Magengeschwüre, Magenschleimhautentzündung, Nierensteine, Rheuma, Verstopfung

Die Inhaltsstoffe der Grossen Brennnessel (Urtica dioica)

Die positiven Wirkungen der Urtica Dioica beruhen auf der Vielfalt der Inhaltsstoffe. Die Urtica dioica ist reich an organischen Verbindungen, sie enthält besonders viel Chlorophyll, Mineralstoffe und Carotinoide wie Lutein. Besonders hervorzuheben sind die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Eisen und Kieselsäure (Silizium). Hinzukommt ein hoher Protein- und Ballaststoffanteil. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind Flavonoide wie Rutin und Quercetin. Ausserdem enthält die grosse Brennnessel Phytosterole, Phenolcarbonsäuren und Scopoletin. In der Wurzel stecken Steroide wie das ß-Sitosterin, Lectine, Lignane und Polysaccharide.

Die verschiedenen Anwendungen der Grossen Brennnessel (Urtica dioica)

Brennnesselkrautsaft: Der Saft kann aus den Blättern und Triebspitzen in einer Saftpresse für Kräuter gepresst werden. Er wird anschließend mit Wasser oder Saft verdünnt eingenommen. Durch die harntreibende Wirkung, kommt es zur vermehrten Ausscheidung von Harnsäure. Erhöhte Werte von Harnsäure können die Bildung von Harnsteinen bzw. Nierengriess begünstigen. Weiterhin kann ein erhöhter Harnsäurespiegel sogenannte Uratkristalle (Salze der Harnsäure) entstehen lassen, die sich in den Gelenken ablagern, dort Entzündungsprozesse auslösen können und somit zur Gicht führen.

Tee: Zur inneren Anwendung kann ein Brennnesseltee aus den frischen oder getrockneten Blättern gekocht werden. Dafür einen Liter kochendes Wasser auf eine Handvoll Brennnesselblätter geben. Bei frischen Blättern eine Minute und bei getrockneten 10 Minuten ziehen lassen. Die Harntreibenden und entzündungshemmende Wirkung helfen dabei krankheitserregende Bakterien auszuschwemmen. Weiterhin lindert ein Tee aus Brennnesselblättern Magen- sowie Menstruationsbeschwerden. Äusserlich als Gesichtswasser wirkt Brennnesseltee gegen Hautirritationen (mehrmals pro Tag wiederholen).

  • Brennnesselblätter richtig trocken: Den gesammelten Bund zum Trocknen an einen luftigen, nicht feuchten Ort hängen, bis die Blätter getrocknet sind. Anschliessend die Blätter abzupfen und in einem luftdichten Behältnis aufbewahren.


Brennnesselblattpulver:
Ein nährstoffreiches Pulver aus Brennnesselblättern unterstützt die basische Ernährung, besonders in den späten Herbst- und Wintermonaten, in denen keine Brennnesseln geerntet werden kann. Für das Brennnesselblattpulver werden die getrockneten Blätter zerrieben oder in einem Mixer zerkleinert. Das Brennnesselblattpulver kann als Grundlage einer Gewürzmischung, als Zutat im Brotteig, Salatdressing oder in einem Smoothie eingesetzt werden.

Brennnesselsamenpulver: Die Samen der Brennnessel können ab September/Oktober geerntet werden. Dabei werden die Samen der weiblichen Pflanze geerntet. Die weiblichen Früchte unterscheiden sich dadurch, dass sie in Büscheln an der Pflanze herabhängen. Die Samen können frisch, getrocknet und geröstet gegessen oder verarbeitet werden. Die Samen schmecken leicht nussig und enthalten viele Vitalstoffe. Sie gelten seit jeher als Kräftigungsmittel und als natürliche Aphrodisiaka. Für das Brennnesselsamenpulver müssen die Samen einfach getrocknet werden. Anschliessend werden die Samen in einem Mörser pulverisiert.

Brennnesselwurzel: Brennnesselwurzelextrakte weisen krampflösende, entzündungshemmende und immunstimulierende Eigenschaften auf. Diese Extrakte werden oftmals zur Behandlung von gutartigen Prostatavergrösserungen verwendet. Eine Brennnesselwurzel-Tinktur kann wie folgt hergestellt werden:

  1. Frische Wurzeln säubern und fein zerkleinern.
  2. Alles in ein Schraubglas mit 45-50 prozentigem Alkohol geben.
  3. Etwa drei Wochen an einem vor Licht geschütztem Ort ziehen lassen und täglich einmal durchschütteln.
  4. Wurzeln abseihen und in eine abgedunkelte Flasche geben.

Anwendung:  etwa dreimal täglich zwanzig Tropfen einnehmen.

Brennnessel als Badezusatz: Für ein Brennnesselbad können alle Pflanzenteile verwendet werden. Ein Brennnesselbad wird bei rheumatischen Erkrankungen, zur Hautvitalisierung und zur Durchblutungsförderung durchgeführt. Dafür werden ca. 200 bis 300 Gramm Brennnesseln über Nacht in einem mit Wasser gefüllten Topf gut abgedeckt ziehen gelassen. Am nächsten Tag kurz vor dem Bad wird alles kurz aufgekocht. Anschliessend wird der gesamte Inhalt des Topfes in das Bad eingelassen. Die Badezeit sollte etwa 20 Minuten betragen. Pro Woche sollte etwa ein Vollbad durchgeführt werden.

Um die Durchblutung zu fördern sowie bei Allergien der Haut kann eine Abkochung des Krautes in das Badewasser gegeben werden. Für ein Vollbad hierzu drei Hände voll Brennnesseln mit zwei Litern kochendem Wasser aufgießen und 15 Minuten ziehen lassen.

Selbstgemachte Kosmetik mit Brennnesseln: Ganz leicht kann ein Haarwasser mit Brennnesseln selbst hergestellt werden. Das Brennnesselhaarwasser pflegt die Kopfhaut und hilft bei Schuppen und fettigem Haar. Brennnesselblätter fördern eine bessere Durchblutung der Kopfhaut und wirken stimulierend auf das Haarwachstum. So wird ein selbstgemachtes Brennnessel-Haarwasser hergestellt:

  1. Du benötigst: 2 Handvoll Brennnesseln, 50 ml Apfelessig, 200 ml Wasser. Optional kann Aromaöl (1-5 Tropfen) hinzugegeben werden.
  2. Zubereitung: Alle Zutaten in einen Topf geben und kurz aufkochen lassen. Den Topf dann mit geschlossenem Deckel auf dem Herd abkühlen lassen. Die Brennnesseln abseihen und das Haarwasser in eine Flasche abfüllen. Das Haarwasser ist im Kühlschrank ca. 3 Wochen haltbar.
  3. Anwendung: Nach jeder Haarwäsche das Haarwasser in die Kopfhaut einmassieren. Anschliessend wie gewohnt die Haare trocknen. Das Haarwasser muss nicht ausgespült werden.

Alternativ können auch noch andere wohltuende Kräuter ergänzt werden. Dafür dann einfach 1 EL der gewünschten Kräuter hinzugeben und wie oben beschrieben zubereiten.

  • Birkenblätter wirken erfrischend und können bei Schuppen eingesetzt werden. Für feines Haar sind sie besonders geeignet.
  • Huflattich soll eine regenerierende Wirkung bei brüchigem Haar besitzen.
  • Lindenblüten beruhigen die Kopfhaut und sollen fettigem Haar entgegenwirken.
  • Taubnesselblüten sorgen für eine nachhaltig entfettende Wirkung.

 

Die Brennnessel in der Küche:  Die Brennnessel in der Küche eignet sich hervorragend für eine basische Ernährungsweise. Brennnesseln sind kalorienarm, mineralstoff- und vitalstoffreich. Ausserdem enthält Sie viel Eiweiss und Balllaststoffe und sind damit bestens geeignet für eine gesunde, vollwertige Ernährung.

Junge Blätter und Triebe besitzen noch keine Brennhaare, sodass sie als nährstoffreiches Gemüse oder Salat verzehrt werden können. Und auch als Brennnesselsuppe sind sie sehr schmackhaft! Ein Pulver aus getrockneten Brennnesselblättern eignet sich für Smoothies, Teige, Gewürzmischung etc.

Beliebte Rezepte mit Brennnesseln:

-          Brennnesselsalat

-          Brennnesselsuppe

-          Brennnesselgewürzmischung

-          Brot mit Brennnesselsamen

-          Brennnesselpesto

-          Brennnesselgemüse

-          Brennnesselrisotto

-          Brennnesselsmoothie

 

Die Brennnessel als natürlicher Dünger: Wer auf chemisch-synthetische Düngemittel verzichten möchte, der kann aus Brennnesseln auch eine sogenannte Brennnesseljauche herstellen. Die Brennnesseljauche ist biologisch und enthält jede Menge leicht zugängliche Pflanzennährstoffe. Sie kann die ganze Saison über vor allem für stark zehrende Pflanzen verwendet werden.  Zudem ist Sie kostengünstig quasi umsonst herzustellen. Für den Ansatz eines Brennnesseldüngers wird folgendes benötigt. Ein grosser Eimer oder Tonne, Abdeckung für das Gefäss, Holzstock zum umrühren, Brennnesseln und Regenwasser. Vor der Herstellung einen geeigneten Standort auswählen, wo der strenge Geruch der Brennnesseljauche nicht weiter stört.

  • Herstellung: Füllen Sie den Behälter etwa zu 50 Prozent mit Brennnesseln. Dafür können die ganzen Teile der Brennnessel verwendet werden. Danach so viel Wasser hinzugeben bis die Brennnesseln gut bedeckt sind und gut durchrühren und abdecken. Nun etwa alle 2 Tage den Brennnesselansatz gut durchrühren. Nach etwa 3 Wochen ist der Brennnesseldünger fertig, was man daran erkennt, dass er stark riecht. Bei hohen Aussentemperaturen ist die Jauche etwas schneller nach ca. 2 Wochen fertig.
  • Düngung: Die Brennnesseljauche gibt man dem Giesswasser bei (Verhältnis 1:20). Der Dünger sollte direkt auf die Erde und nicht auf junge Blätter gegeben werden. Junge Blätter vertragen unter Umständen die Brennnesseljauche nicht. 


Tipps bei der Ernte von Brennnesseln

  • Verwenden Sie Handschuhe bei der Ernte
  • Ernten Sie keine Pflanzen vom Rand vielbefahrener Strassen
  • Ernten Sie junge Triebe, d.h. max. bis zum sechsten Blatt
  • Ernten Sie die Samen von weiblichen Pflanzen, man erkennt die weiblichen Pflanzen daran, dass die Früchte wie buschige Rispen herabhängen. Männliche Pflanzen erkennt man daran, dass die Rispen dünner, also weniger buschig, sind und zumeist nicht nach gerade nach unten hängen, sondern im 45 Grad Winkel von der Pflanze abstehen.


Die Nebenwirkungen der Grossen Brennnessel

Das Berühren der Brennnessel bewirkt typische Hautirritationen mit Quaddel-Bildung. Ebenfalls können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen, Sättigungsgefühl, Blähungen, Durchfall auftreten. Schwangere sollten Brennnesseln nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen, da die Brennnessel eine stimulierende Wirkung auf die Gebärmutter haben kann. Es ist möglich, dass Brennnesselprodukte den Blutzuckerspiegel senken könnten, aus diesem Grund sollten Diabetes-Betroffene bei der Einnahme ihren Blutzuckerspiegel sorgfältig beobachten. Durch die vermehrte Harnausscheidung während der Einnahme von Brennnessel, sollte Personen mit Nierenleiden die Einnahme vorab mit einem Arzt abklären. Auch bei Ödemen sollte die Einnahme von Brennnesseln vorab mit dem Arzt besprochen werden.

 

Quellen

Bildquelle:

istockphoto.com recose

 

 

 

 

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